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09.10.2017

Am Lagerfeuer der Auferstehung

Schiffswallfahrt am großen Brombachsee zeichnet besondere Begegnung der Jünger Jesu mit dem Heiland nach

Pilger auf dem Weg zur Jakobuskapelle bei Ramsberg. Foto: Richard Ulrich

RAMSBERG (ley) – Der Himmel besteht aus einer einzigen, riesigen Wolkendecke, als sich die knapp 300 Teilnehmer der diesjährigen Schiffswallfahrt des Bistums Eichstätt auf ihren Weg ins Innere des Trimarans machen. Die feierlichen Klänge der Pleinfelder Blasmusik erwärmen die Herzen mit dem Ablegen der MS Brombachsee von der Ramsberger Haltestelle. Und die Gäste machen sich auf, einer Begebenheit aus dem Neuen Testament nachzuspüren.

Es ist die Geschichte der Jünger Jesu, die sich nach dem Tod ihres Herrn wieder in die Arbeit als Fischer stürzen – eine ganze Nacht lang vergebens. Bis der Auferstandene ihnen vom Ufer aus den entscheidenden Tipp gibt und die Netze überquillen. Doch er belässt es nicht dabei, sondern lädt seine Nachfolger zum Grillfrühstück am Lagerfeuer mit Fisch und Brot – alles schon vorbereitet. Mit Netz und Farbtüchern weiß Pfarrer Alfred Grimm, Diözesanverantwortlicher des Behindertenpastorals, die Szene anschaulich zu beschreiben. Und legt dabei den Blick auf den Ort des Geschehens: den See Genezareth als wichtiger Handels- und Kommunikationsknotenpunkt der „sozialen Netzwerke von damals“. Ein solches von heute solle auch die Kirche sein, so Grimm und verweist auf einen Brief der Bischöfe. Auch heute fordere Jesus die Gläubigen in diesem Sinne auf, das Netz nochmal auszuwerfen, verdeutlicht der Seelsorger, während ganz passend einige Wortfetzen des Bordfunks durchs Schiff „twittern.“ Es sei Jesus selbst, der jeden einzelne ans „Lagerfeuer der Auferstehung“ lade. Wer jenem Ruf folge, für den bleibe es nicht bei der Nacht, wie einst bei den Jüngern. Eindrucksvoll unterstreicht der Nürnberger Paumann-Chor, der aus blinden Sängern besteht, diese Worte. Es ist das innere Licht und Brennen, das zählt. Derweil landen einige Fürbitten in Form von Fischen im von Grimm ausgeworfenen Netz. Bevor es nach dem Anlegen den steilen Weg zur Jakobuskapelle hochgeht. Viele Rollstuhlfahrer nutzen da lieber den Shuttle-Service. Am Ende der Wallfahrt, die ausdrücklich für Menschen mit und ohne Behinderung  gedacht ist, wartet eine große Feuerschale vor dem Gotteshäuschen auf die Pilger, die sich gerne ihre Hände wärmen und so etwas von der neutestamentlichen Geschichten nachempfinden können. Auch fürs leibliche Wohl ist wie damals bei Jesus gesorgt. Für einen abschließenden Moment der Gänsehaut sorgt der Schöpfer dann schließlich selbst. Die Wolkendecke reißt kurz auf, als ein gemeinsames „Großer Gott, wir lobend Dich“ erklingt und die Szene in ein unwirkliches Licht taucht. Dann kann es weitergehen, auf zu neuen Ufern.

Text zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung von Jürgen Leykamm

Veranstaltet wurde die Schiffswallfahrt vom Referat Behindertenpastoral, der Wallfahrts- und Tourismuspastoral sowie dem Diözesanrat der Katholiken im Bistum Eichstätt zusammen mit dem Bischöflichen Dekanat Weißenburg-Wemding. Hier ein paar Impressionen der Wallfahrt, die Richard Ulrich, Geschäftsfüher des Diözesanrates, aufgenommen hat.

 

 

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