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17.12.2020

Neue Gebetsformen und Heilige in sozialen Netzwerken: Diözese Eichstätt fördert Innovation in der Pastoral

Eichstätt. (pde) – Mit ihrem Innovationsfonds fördert die Diözese Eichstätt weitere pastorale Projekte in den Pfarreien und Pfarrverbänden.

Durch den Innovationsfonds erstrahlt die Pfarrkirche St. Albertus Magnus bei Abendgottesdiensten in einem neuen Licht. Foto: Simon Heindl/pde

Unterstützt werden kreative Ideen in der Seelsorge, die im zweiten Halbjahr 2020 beantragt wurden, darunter auch Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Der Pfarrverband Eichstätt reagierte auf die Corona-Beschränkungen mit verschiedenen Initiativen in der Seelsorge: Für Menschen ohne funktionierenden Internetanschluss wird ein Sonntagsbrief wöchentlich von Dompfarrer Josef Blomenhofer gestaltet und von Ehrenamtlichen ausgetragen. Der „Kinderbibel-Tag light“ wurde mit jeweils weniger Kindern im Freien mit neuen Gestaltungsmöglichkeiten veranstaltet. An Allerheiligen bot der Pfarrverband „Weihwasser to go“ für die individuelle Gräbersegnung an.

Die Verantwortlichen im Pfarrverband Nürnberg Süd–West beobachteten zu Beginn des ersten Lockdowns, dass es wichtig sei, die Menschen in der Kirche mit allen Sinnen anzusprechen, um gestärkt aus dem Gotteshaus ins Leben zurück zugehen. Daraufhin wurden beispielsweise LED-Strahler angeschafft, die bei Gottesdiensten, aber auch für besondere Projekte in den Kirchorten und Stadtteilen eingesetzt werden.

Der Pfarrverband Jura-Anlautertal hat in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus der Region einen berührungslosen Weihwasserspender entwickeln lassen. Aus dem Bischöflichen Ordinariat gab es Anregungen, wie das Gerät beschaffen sein sollte, um den liturgischen Ansprüchen der Kirche zu genügen und sich als sakraler Gegenstand in die Gotteshäuser einzufügen. Der neue hygienekonforme Weihwasserspender fand auch in zahlreichen anderen Pfarrverbänden und weit über die Bistumsgrenzen hinaus großen Zuspruch.

Die Geschichte von Jona aus dem Alten Testament hat der Pleinfelder Pfarrer Ottmar Breitenhuber aufgegriffen und zusammen mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern zu einem szenischen Konzert verarbeitet. „Um Gottes Willen …! Jona und der Weg nach Ninive“ heißt die CD, die im Auftrag des Dekanats Weißenburg-Wemding entstanden ist. Zusätzlich gefördert wurde das Projekt von der Stiftung des bayerischen Kulturfonds. Die Jonageschichte greift die Erfahrung des Lockdowns als spannende Erzählung auf und bekommt in der aktuellen Pandemie eine neue Bedeutung. Mit dem Verkauf der CD wird das Martinshaus in Lettland unterstützt, eine Einrichtung der katholischen Kirche für Frauen in Krisensituationen.

Der Pfarrverband Hilpoltstein ist geprägt von kleineren und größeren Dörfern mit Pfarrkirchen, Filialkirchen und 20 Kapellen. Viele davon führen ein Schattendasein. Daher wurde ein monatlicher Kapellenweg mit Gottesdiensten initiiert. In Zukunft sollen Hinweistafeln, Sitzbänke und die Beschilderung eines Kapellenradweges die Bedeutung der Orte und ihrer Kapellen hervorheben. Gleichzeitig werden die verschiedenen Kirchorte im Pfarrverband dadurch miteinander vernetzt. Verwirklicht werden soll das Projekt in Kooperation mit der Stadt Hilpoltstein, dem Museum- und Heimatverein Hilpoltstein und den Aufhof-Werkstätten der Rummelsberger Diakonie.

Die Pfarrjungend in der Pfarrei Gerolfing/Ingolstadt hat sich von der „Home Church“ in Salzburg inspirieren lassen und bietet ein „Sunday Evening“ mit Lobpreismusik, einer neuartig gestalteten Gebetszeit und Eucharistiefeier an. Zusätzlich wird ein sogenanntes „Praise and Pray“ mit weiteren Impulsen veranstaltet. Um eine ansprechende Atmosphäre zu schaffen, ist eine entsprechende technische Ausstattung nötig, die vom Innovationsfonds anteilig gefördert wurde.

Unterstützt wird auch ein medienpädagogisches Projekt der Katholischen Jugendstelle Herrieden. Ziel ist es, das Glaubenszeugnis von jungen Heiligen für Kinder und Jugendliche erlebbar zu machen. In Kurzfilmen werden die Lebensgeschichten von Heiligen wie Franz von Assisi, Mutter Teresa, Don Bosco und anderen nacherzählt, medial aufbereitet und in den sozialen Medien zur Verfügung gestellt. Kirche soll somit medial in den Fokus der Gesellschaft gerückt und Heilige als Vorbilder in Kurzfilmen vorgestellt werden.

Die Diözese Eichstätt hatte den Innovationsfonds für die Pastoral im Jahr 2019 eingerichtet. Insgesamt konnten bisher 49 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 172.000 Euro gefördert werden. Informationen zur Vergabeordnung sowie das Antragsformular sind unter www.bistum-eichstaett.de/innovationsfonds abrufbar. Kontakt und Beratung für Antragsteller gibt es im Fachbereich Konzeption und Innovation des Bischöflichen Ordinariat Eichstätt, Tel. (08421) 50-615, E-Mail: konzeption(at)bistum-eichstaett(dot)de.

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